YOGA PROBS
Deine unterstützenden Begleiter auf der Matte
Yoga steht oft für das Loslassen und Einswerden mit sich selbst – aber manchmal bedeutet es auch, sich Unterstützung zu gönnen. Yoga-Hilfsmittel (Props) können dabei eine kraftvolle Brücke sein, um tiefer in die Asanas zu finden, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und dadurch das Yoga-Erlebnis ganzheitlich zu erweitern.
Obwohl Yoga traditionell ohne Hilfsmittel praktiziert wird, können Props uns helfen, auf sanfte Weise mit unserem Körper zu arbeiten, Blockaden zu lösen und achtsam in die Tiefe zu gehen. Insbesondere in Yoga-Stilen, die Wert auf sanfte Dehnungen und lange Haltungen legen, wie Hatha, Faszien- oder Yin Yoga, können sie eine wunderbare Bereicherung sein.
Warum Yoga-Hilfsmittel nutzen?
Es gibt viele Gründe, warum die Verwendung von Yoga-Hilfsmitteln eine gute Idee sein kann. Für Einsteiger*innen bieten sie Stabilität und erleichtern den Einstieg in herausfordernde Asanas. Für erfahrene Yogis sind sie ein wertvolles Tool, um tiefere Körperverbindungen aufzubauen und auf feine, nachhaltige Weise die eigene Praxis zu verfeinern.
Hilfsmittel eröffnen Möglichkeiten, Übungen anzupassen und den Körper auf sanfte Weise zu unterstützen. Sie fördern dabei auch das achtsame Spüren – ein Aspekt, der die Philosophie des Yoga als ganzheitliches Üben mit sich selbst stärkt. Die Yoga-Philosophie erinnert uns daran, dass es um die Reise und das In-sich-Hineinspüren geht, nicht um die äußere Form der Asanas. Yoga-Hilfsmittel ermöglichen es uns, die Reise in einer Haltung angenehm und mit Achtsamkeit zu gestalten.
Die wichtigsten Yoga-Hilfsmittel und ihre Anwendung
1. Yoga-Block
Yoga-Blöcke gehören zu den bekanntesten und am häufigsten verwendeten Hilfsmitteln. Sie bieten Unterstützung in verschiedenen Asanas, helfen beim Balancefinden und erleichtern Dehnungen. Besonders nützlich sind sie bei Haltungen wie der stehenden Vorbeuge (Uttanasana), wenn die Hände den Boden nicht erreichen, oder bei der Taube (Eka Pada Rajakapotasana), um das Becken auszurichten und Druck zu reduzieren.
Tipp: Nutze den Block in unterschiedlichen Höhen – je nachdem, wie intensiv die Dehnung sein soll.
2. Yoga-Gurt
Der Yoga-Gurt ist besonders hilfreich, wenn es darum geht, Flexibilität und Tiefe in Haltungen zu gewinnen, ohne sich zu überdehnen. Gerade bei Dehnungen, bei denen die Hände nicht sofort die Füße erreichen, wie etwa in der sitzenden Vorbeuge (Paschimottanasana), kann der Gurt helfen, sanft und gezielt in die Haltung zu finden, ohne den Rücken zu belasten.
Tipp: Verwende den Gurt als Verlängerung der Arme, um das Herz und die Wirbelsäule langzuhalten und den Atem fließen zu lassen.
3. Bolster
Bolster sind längliche, feste Kissen und in der Yin- und Restorative-Yoga-Praxis unverzichtbar. Sie unterstützen bei länger gehaltenen Dehnungen und fördern die Entspannung, indem sie den Körper entlasten. In Haltungen wie dem liegenden Schmetterling (Supta Baddha Konasana) oder der liegenden Drehung sorgen sie dafür, dass der Körper vollständig entspannen und loslassen kann.
Tipp: Platziere das Bolster entlang der Wirbelsäule, um eine sanfte Öffnung des Herzens zu erleben und tiefe Atemzüge zu fördern.
4. Decke
Eine Decke ist vielseitig einsetzbar – sie bietet Polsterung für Knie und Ellbogen, hilft beim Einrollen der Wirbelsäule im Savasana oder beim Sitzen in Meditationshaltungen. Besonders in Entspannungsübungen kann die Decke das Gefühl von Geborgenheit und Wärme vermitteln.
Tipp: Falte die Decke so, dass sie als kleine Erhöhung für den unteren Rücken dient oder lege sie unter die Knie in Rückenlagen.
5. Yoga-Wheel
Noch ein relativ neues Hilfsmittel in der Yoga-Welt ist das Yoga-Wheel, das bei Rückbeugen und Herzöffnern unterstützt und gleichzeitig die Wirbelsäule dehnt. Es fördert die Flexibilität und die Kraft der Körpermitte und ermöglicht eine sanfte Massage entlang der Wirbelsäule.
Tipp: Setze das Wheel ein, um das Herz und den Brustkorb auf sanfte Weise zu öffnen, ohne die Lendenwirbelsäule zu überlasten.
Mit Yoga-Hilfsmitteln die eigene Praxis vertiefen
Yoga-Hilfsmittel helfen uns nicht nur physisch, sondern auch mental. Sie erinnern uns daran, dass Yoga nicht nur aus Körperhaltungen besteht, sondern aus einem Bewusstsein, das auf Achtsamkeit, Selbstannahme und dem Verbundensein mit sich selbst beruht. Die Props unterstützen uns dabei, in den Asanas länger zu verweilen, uns nicht zu überfordern und ganz bei uns selbst zu bleiben.
Falls du neugierig geworden bist, lade ich dich herzlich ein, in einer meiner Yoga-Klassen vorbeizuschauen. Hier hast du die Möglichkeit, die verschiedenen Hilfsmittel in der Praxis kennenzulernen und herauszufinden, welches davon für dich und deine Bedürfnisse am besten passt.
Namasté Steffi